Die Legende der Altstadt

An dem Ort, an dem Jekabpils (Jakobstadt) entstand, gab es seit langer Zeit eine Stelle, an der die auf der Düna (Daugava) beförderten Güter von den Booten entladen wurden, um sie dann weiter entlang des Ufers bis Friedrichstadt (Jaunjelgava) zu bringen. Einst befand sich an der Stelle des heutigen Jekabpils das Wirtshaus Salas Krogs, dort fanden die Schiffer und Fuhrleute eine Unterkunft. So entstand bald um das Wirtshaus herum ein Handelspunkt. Wie jedoch dieser Handelspunkt zu Jekabpils wurde, erzählt eine Legende. Eines Tages ging der Herzog Jakob von Kurland auf die Jagd. Lange irrte er ohne Beute gemacht zu haben in den Wäldern seines Herzogtums umher. Dann kam der Herzog an das Ufer der Düna. Plötzlich sah er unter einer großen Tanne einen Luchs. Der Herzog erlegte den Luchs und bemerkte erst dann, dass sich in der Nähe ein kleines Örtchen befand. Es war die Siedlung um das Wirtshaus Salas Krogs. Der Herzog entschied, dass zu Ehren seiner Jagdbeute dieses Städtchen nach ihm Jakobstadt heißen und im Stadtwappen sich der Luchs befinden sollte. So geschah es auch. Andere Historiker behaupten, dass der Herzog einen Fuchs erlegt habe, doch die Zeichnung des Wappens war so undeutlich, dass diese später mit einem Luchs verwechselt wurde. Wie dem auch sei – seit 1670 ist Jekabpils eine Stadt mit allen Rechten und einem Luchs und einer Tanne im Stadtwappen.

Jēkabpils Vecpilsētas laukums