Geschichte des Altstadtplatzes

Die Errichtung des Altstadtplatzes ist mit der Geschichte des Stadtviertels zwischen den jetzigen Straßen Brivibas, Viestura, Pasta und Katolu verbunden. Zur Zeit der Stadtgründung im 17. Jahrhundert befand sich der Platz im Eigentum des Staates bzw. des Herzogs. Die im Stadtviertel befindlichen Bauten Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Lagerhäuser waren mit dem Betrieb des Hafens verbunden.

Im Jahre 1710, nach der großen Pestepidemie verliert das Hafengelände seine ursprüngliche Funktion, denn die Arbeiter der Birzu manufaktura (Börsenmanufaktur) fallen der Krankheit zum Opfer und die Birzu manufaktura wird aufgegeben.

Jēkabpils Vecpilsētas laukums

Im Jahr 1715 wird das Gelände dem Kloster der Basilianer geschenkt, das 1773 niederbrennt und an dessen Stelle 1783 ein steinernes Kloster mit einer steinernen Kirche erbaut wird.

Jēkabpils Vecpilsētas laukums

Anstelle des Altstadtplatzes befanden sich hier mehrere große, einem Gehöft oder Nebengut ähnliche Gebäudegruppen, die als Pferdeställe und Lagerhäuser von den einzelnen Manufakturbetrieben und Landgütern genutzt wurden.

Jēkabpils Vecpilsētas laukums

Aus dem Stadtplan vom Jahre 1797 (siehe Abbildung Nr. 1) ist zu entnehmen, dass die dominierende Rolle in diesem Stadtteil die am Rande des Viertels befindliche unierte Kirche (orthodoxe Kirche der allerseligsten Jungfrau Maria von Jekabpils; siehe Abbildung Nr. 3) einnahm, die die anderen Bauten deutlich überragte. Um dieses Gebäude herum befinden sich am Ende des 18. Jahrhunderts die wichtigsten öffentlichen Gebäude: das Rathaus (dieses befand sich damals auf der westlichen Seite einer kleinen Straße ohne Namen, die noch heute den Altstadtplatz mit dem Ufer der Daugava verbindet), das Gerichtshaus (befand sich an der Ecke des heutigen Platzes in der Brivibas iela).

Im Projekt zur Verbesserung der Stadtplanung aus dem Jahre 1818 steht, dass der alte Marktplatz (der sich damals am orthodoxen Kloster befand) mittlerweile ungeeignet sei und der Markt sich künftig auf dem Platz an der unierten Kirche, der dem Staat gehörte und somit umgebaut werden könnte, befinden solle.

Jēkabpils Vecpilsētas laukums

The city reconstruction project of 1818 mentions that the old market square (which was then located next to the Orthodox Monastery) was not appropriate and that the market had to be relocated to the square next to the Uniate Church, which was owned by the State and which would then be available for reconstruction into store stalls. The layout plan of 1848 (see Picture 2) no longer includes the household buildings of the internal section. The current eastern and western parts of the Square were free of buildings.

Im Stadtplan vom Jahre 1848 (siehe Abbildung Nr. 2) ist die kommerzielle Bebauung des inneren Viertels verschwunden. Der östliche und westliche Rand des Platzes ist nicht bebaut.

Jēkabpils Vecpilsētas laukums

1865 wird in Jekabpils ein besonderer Ausschuss, der für die Straßenbepflasterung zuständig ist, gegründet. E ist möglich, dass der ursprüngliche Platz zu dieser Zeit gepflastert wurde.

Anfang des 20. Jahrhunderts war der neue Marktplatz der Stadt schon gepflastert, im Zentrum befand sich ein Waage-Haus und am Rande eine Wasserpumpe (siehe Abbildung Nr. 4). Der größte Teil der Gebäude, die heute den Platz umgeben, wurden genau in dieser Zeit – um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert erbaut.

Ab Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wird ein Teil des Platzes als Busbahnhof genutzt, der andere Teil als Parkplatz.

Seit 2005, nach der Fertigstellung des neuen Busbahnhofs wird der Altstadtplatz als zentraler Parkplatz der Stadt und als Veranstaltungsort genutzt.